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Freitag, 5. Mai 2006

Demern: Bürger finanzieren Fahrbibliothek mit Spenden

Gemeinde hat kein Geld

Demern • Die Bürger von Demern kämpfen um den Erhalt des Bücherbusses. Mit einer Spendenaktion sicherten sich die Demerner jetzt die Versorgung mit Büchern bis zum Jahresende.

Die Gemeinde Königsfeld ist knapp bei Kasse. Die Erfüllung der Pflichtaufgaben wird zum Problem. Aus diesem Grund kündigten die Königsfelder den Vertrag mit der Fahrbibliothek des Kreises. "Wir mussten den Rotstift ansetzen. Unter anderem beim Bücherbus. Wir sparen 2000 Euro im Jahr", sagt Bürgermeister Klaus Babbe.
Offiziell dreht der Bus in der Gemeinde Königsfeld am 30. Juni seine letzte Runde. Mit der von den Bürgern initiierten Spendenaktion geht es in die Verlängerung. Der blaue Bus fährt nun bis zum Jahresende nach Demern. Nutzer in Klein und Groß Rünz sowie Bülow haben das Nachsehen. Dort gab es keine Spendenaktion.

"Kinder und Eltern warben und sammelten in Demern für den Bücherbus. 300 Euro sind zusammengekommen. Genau die Summe, die wir brauchen", freuen sich Maren und Herbert Riege, Mitinitiatoren der Spendenaktion. [...]

Trotz unterschiedlicher Meinungen auf Kreisebene in puncto Fortbestand Fahrbibliothek, hält es die ehemalige Kreistagsabgeordnete Martina Tegtmeier (SPD) für wichtig, sich für den Bücherbus einzusetzen. [...]

Insbesondere bei den Finanzen gehen die Meinungen auseinander. Da der Bücherbus eine Errungenschaft des Altkreises Gadebusch ist, tourt er nicht durch den Nordteil des Landkreises. Dennoch zahlt der Kreis jährlich 47000 Euro für die fahrende Bibliothek, weitere 40000 Euro kommen von den Kommunen aus der Region Gadebusch-Rehna. "Die Mitgliedsgemeinden zahlen 2,04 Euro je Bürger, wenn der Bus in der Kommune hält", sagt der Leiter des Kreismedienzentrums Uwe Schnabel. Er bekräftigte gestern, dass der Bus so lange fahren wird, wie er technisch dazu in der Lage sein wird. [...]

zum vollständigen Artikel der Gadebusch-Rehnaer Zeitung vom 5.5.2006

Kreis Stormarn: 6600 Unterschriften gegen Zuschuss-Wegfall

Der Protest gegen die von der Kreis-CDU beabsichtigte Kündigung der Büchereiverträge nimmt zu, berichtet heute das Hamburger Abendblatt:

Mit Transparenten, Trillerpfeifen und Flugblättern demonstrierten rund 60 Stormarner - darunter viele junge Leute - zur Sitzung des Sozial-, Kultur- und Sportausschusses in der Ahrensburger Stadtbücherei für den Erhalt des Zuschußsystems. Sie befürchten spürbare Verschlechterungen - etwa Lesegebühren und kürzere Öffnungszeiten - falls sich der Kreis aus dem leistungsbezogenen Fördersystem des Büchereivereins zurückzieht.

Mit den Worten "Es haben auch viele Kinder unterschrieben" übergab Frank Stiller, Leiter der Fahrbücherei, Peter Maibom (CDU), der die streckenweise turbulente Sitzung leitete, 6600 Protestunterschriften. Die waren in Büchereien und Kindergärten gesammelt worden. Zudem sprachen sich die Grundschulen Mollhagen und Bargfeld-Stegen, der Kinder- und Jugendbeirat Ahrensburg, der Kreiselternrat, die Städte Glinde und Reinbek sowie die Bibliotheksleitungen für den Erhalt der Verträge aus.
[...]

[zum vollständigen Artikel]

Fahrbibliotheken in Deutschland

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